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Laminat oder Parkett – Eine Geschichte voller Missverständnisse (1.Teil)

Written by holzland-admin on . Posted in Beiträge

Die Geschichte von Laminat und Parkett ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Diese Abwandlung eines berühmten Zitats aus der deutschen Werbegeschichte beschreibt die Situation recht treffend. Das Internet ist voll mit Halbwahrheiten, Vorurteilen und falschen Klischees, speziell im Bezug auf Laminat. Daher wollen wir Ihnen an dieser Stelle ein wenig aus dem Schlamassel helfen, den Faktendschungel lichten und mit den gröbsten Vorurteilen aufräumen.

 

Wo liegt denn jetzt genau der Unterschied?
Bereits der Unterschied zwischen Laminat und Parkett bereitet einigen Mitmenschen mitunter doch arges Kopfzerbrechen. Sie seien insofern entschuldigt, weil Laminat in Punkto Optik mittlerweile Parkett täuschend echt imitiert. Doch abseits der Oberflächenoptik haben diese beiden Bodenbeläge nicht viel gemein. Anstatt Sie aber jetzt mit den langweiligen technischen Fakten rund um Laminat und Parkett in den Schlaf zu lullen, erklären wir Ihnen in kürze, dass worauf es ankommt.
Parkett ist…
Zunächst gibt es nicht DAS Parkett. Parkett ist ein Sammelbegriff und teilt sich in das sogenannte Fertigparkett und das Massivholzparkett auf. Massivholzdielen bestehen komplett aus Holz. Hier kann der etwas ungelenkte Begriff „Echtholzparkett“ zum Einsatz kommen, denn es ist sprichwörtlich wahr. Fertigparkett wiederum weist eine Oberfläche aus echtem Holz auf. Darunter liegen zwei weitere Schichten. Die sogenannte Mittellage besteht im besten Fall aus Vollholz, kann aber auch aus hochverdichteten Holzfaserplatten hergestellt werden. Die letzte Schicht bildet der sogenannte Gegenzug, der die notwendige Stabilität garantieren soll. Doch wo liegen die Vor- und Nachteile? Kurz gesagt lassen sich Massivholzdielen öfter und länger abschleifen und somit in Ihren ursprünglichen Zustand versetzen. Eine klasse Sache, wenn der Holzboden verkratzt und abgenutzt erscheint. Denn die vollständige Entfernung wäre wahrlich keine arbeitssparende Maßnahme. Den Preis, den Sie dafür zahlen, ist die Pflegearbeit die Sie in Massivholzdielen investieren müssen. Der Boden verzeiht kaum Kratzer oder Beschädigungen, von verlaufenen Flüssigkeiten ganz zu schweigen. Die einzige Option, um potentielle Schäden abzuwehren ist die regelmäßige Pflege des Bodens mit einem passenden Öl oder Wachs. Fertigparkett wiederum lässt sich deutlich einfacher und schneller verlegen als Massivholzdielen. Es handelt sich im Prinzip um einen Kompromiss in Form eines Bodenbelags. Die einfache Handhabung von Laminat, mit dem Gefühl doch Echtholz unter den Füßen zu haben.

 

Im nächsten Teil fühlen wir den Vorurteilen von Laminat auf den Zahn, sagen Ihnen was die tatsächlichen Vorteile von Laminat sind und beleuchten den Mythos nach der Holzsehnsucht der deutschen Bevölkerung.

Laminat oder Parkett – Was ist besser

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Die Antwort ist klar: es kommt ganz darauf an, für welchen Raum bzw. für welche Nutzung der Bodenbelag gedacht ist.

Legen Sie Wert auf natürliche Materialien oder wollen Sie in einem privaten Bereich eine wohnliche Atmosphäre schaffen, hat Parkett die Nase vorn. Aber es ist im Vergleich zu Laminat bedeutend teurer in der Anschaffung, aufwendiger in der Verlegung und auch empfindlicher in der Nutzung, wie zum Beispiel gegenüber Flüssigkeiten oder schweren Gegenständen, die mal zu Boden fallen. Der Vorteil ist, dass man Parkett abschleifen kann, wenn die Oberfläche stark abgenutzt wurde. Laminat hingegen ist günstiger im Preis, leicht zu verlegen (auch Anfänger schaffen es im Handumdrehen) und je nach Qualität auch wesentlich unempfindlicher gegenüber Kratzern, Stößen und Flüssigkeiten.
In einer Arztpraxis beispielsweise bietet sich die Verlegung von Laminat gegenüber Parkett an. Durch die Holzoptik des Laminats wird die warme Atmosphäre von Holz in den Raum geholt, das aber den hygienischen Ansprüchen im medizinischen Bereich, wie es das häufige Putzen darstellt, besser standhält, als es ein Parkettfußboden könnte. Ähnliches gilt für ein Kinderzimmer. Hier schafft Laminat den Kompromiss aus wohnlicher Bodenqualität und robuster Oberfläche, der zudem in Eigenregie schnell verlegt werden kann.

Laminat gibt es in verschiedenen Qualitätsausführungen. Je hochwertiger, desto teurer, aber auch unempfindlicher an den Stoßkanten. Auch wenn es im Gegensatz zu Holz eigentlich nicht „arbeitet“, d. h. sich ausdehnt, sollte man beim Verlegen darauf achten, am Rand zur Wand genügend Platz zu lassen. Auch Laminat dehnt sich etwas aus. Zu Bedenken gilt ebenfalls, etwas gegen den sogenannten Trittschall zu unternehmen. Aber auch wenn man unter dem Laminat zur Schallisolierung zum Beispiel einen dünnen Teppich verlegt: Laufen auf Laminat bleibt im Gegensatz zu Parkett, wenn das nicht gerade quietscht, relativ laut.